HUMANIMALS

HUMANIMALS . 6000 nachtleuchtende Skulpturen Installation.Dominikanerkirche Krems.ZeitKunst NÖ.2013

HUMANIMALS . …Von Anfang an neigt Maderna auch dazu, Figurengruppen beziehungsweise Anhäufungen ihrer Typen zu schaffen: nicht ein Springer, oder Steher, sondern zahlreiche, die dicht gedrängt und oft gleichgeschaltet – oder sich nur in Nuancen unterscheidend – wie buckelnde Höflinge nebeneinanderstehen. Ihre Dichte nimmt immer mehr zu, bis hin zu den mittlerweile aus Tausenden von Figuren bestehenden Welttheatern, deren bisher größtes nun für die Kirche in Krems entstanden ist. Es besteht aus einem Heer von Charakteren, die Maderna entwickelt und in großer Anzahl mit ihrem Assistenten angefertigt hat.Kopflose Krawattenträger oder Doppelköpfige-Phallusähnliche, Mützenträger, Devot sich Verneigende und natürlich auch Die Gedemütigten sowie vor allem zahlreiche teils janusköpfige Mischwesen aus all diesen Spezies. Die Künstlerin subsumiert ihre Figürchen unter Oberbegriffen wie “ONE TO MUTANTS” oder “HUMANIMALS”, womit sie auf den in ihrer Arbeit so wesentlichen Aspekt der Vermischung und vor allem des Wandels verweist, aber auch auf die vexierbildhafte – also vom Betrachterstandpunkt abhängige – Doppeldeutigkeit und das Auftreten des Gleichen in unterschiedlicher Erscheinung. 

Eva Badura: Marianne Maderna HUMANIMALS, Zeitkunst NÖ, 2013;
Michelangelos Haut und Madernas Körperkürzel, Zeichen im Welttheater S. 126

HUMANIMALS . 6000 nocturnal glowing sculpture installation.Dominican Church Krems.Zeitkunst NÖ.2013

HUMANIMALS . …Quite early on, Maderna also tended to create groups of figures or agglomerations of her types. Not just one Jumper (Springer) or Stander (Steher), but many of them like kowtowing courtiers packed together and often brought into line (or just differing from each other in nuances).Their desire has been steadily increasing, culminating in theaters of the world that have come to involve thousands of figures in the meantime, the largest to date conceived for the church in Krems. This theater comprises an entire army of figures developed by Maderna and produced together with her assistant in large numbers: Headless Tie Wearers (Kopflose Krawattenträger), Double-Headed Phallus Lookalikes (Doppelköpfige Phallusähnliche), Cap Wearers (Mützenträger), Devour Bowers (Devot sich Verneigende), and, of course, The Humiliated (Die Gedemütigten) as well as numerous, partly Janus-headed hybrids of all these species. The artist subsumes her figures under such more general concepts as “ONE TO MUTANTS” or “HUMANIMALS”, emphasizing the aspect of blending and particularly of change so essential in her work, as well as reversible-figure like ambiguities (that depend on the viewer´s perspective) and the appearance of the same in different guises.

Eva Badura: Marianne Maderna HUMANIMALS, Zeitkunst NÖ, 2013;
Michelangelo’s Skin and Maderna´s Bodygram Signs in the Theater oft he World. p.126